Zeittafel

Zeittafel  -  1100

Kölnische Geschichte Romanische Kirchen Allgemeine Geschichte
     
    um 1100
In der Provence treten die ersten Troubadoure auf: Die höfische Lyrik  verbreitet sich im ganzen Abendland.
1101
Bruno, der um 1030/35 in Köln geborene Gründer des Kartäuserordens, stirbt in Kalabrien.
   
1106
Die Stadt wird zum zweiten Mal erweitert, nachdem Kaiser Heinrich IV. den Kölner Bürgern den Bau einer Befestigung erlaubt hat.
  1106/07
Die Könige von England und Frankreich verzichten auf das Recht, Bischöfe einzusetzen und verpflichten sich, die kanonische Wahl der Bischöfe anzuerkennen.

1114
Erstmalige Erwähnung eines Stadtsiegels.
   
    1118
König Alfons I. von Aragon besiegt die Almoraviden und erobert Saragossa.
um 1135
Erstmalige Erwähnung eines Rathauses (domus civium).
   
    1138
Beginn des welfisch-staufischen Gegensatzes: Der Welfe Herzog Heinrich  der Stolze verweigert dem neu gewählten König Konrad III. die Gefolgschaft.
  Frühj. 1150.
Erzbischof Arnold in Rom: Er kann die Aufhebung seiner Suspension nicht erlangen.

1150
Nach einem strengen Winter, Überschwemmungen und Missernten bricht die Pest aus. Zudem legt ein verheerender Brand einen großen Teil der Stadt in Schutt und Asche.

1150
„Le jeu d'Adam“ - das älteste religiöses Drama der französischen Literatur erscheint.
  3. Apr.1151
Erzbischof Arnold stirbt. Er wird in der Andreaskirche beigesetzt.
7./13. Apr. 1151
Der Dompropst und Kanzler Arnold wird zum neuen Erzbischof gewählt. Im Dom empfängt er die Regalien aus der Hand König Konrads III.: Arnoldwird mit dem ducatus (dem sog. rheinischen Herzogtum) belehnt.

 
  9. März 1152
Erzbischof Arnold II. krönt Friedrich I. in Aachen zum deutschen König.
15. Feb 1152
Der deutsche König Konrad III. stirbt.

4. März 1152
Friedrich von Hohenstaufen wird zum deutschen König gewählt.

    20. Aug. 1153
Tod Bernards von Clairvaux.
1154
Erzbischof Arnold gewährt mit Zustimmung der Kölner Bürgerschaft den Bewohnern von St. Pantaleon die Freiheit von Zoll und anderen städtischen Abgaben.
  26. Feb. 1154
Tod Rogers II. von Sizilien.

19. Dez. 1154
Heinrich Plantagenet wird zum englischen König gekrönt.

um 1155
Der ager Ursulanus mit vielen tausend Skeletten wird aufgefunden.
  18. Jun. 1155
Friedrich I. wird in Rom zum Kaiser gekrönt.

  14. Mai 1156
Erzbischof Arnold II. stirbt. Er wird in seiner Kirche zu Schwarzrheindorf beigesetzt.
Ende Mai 1156
Doppelwahl in Köln: Die Kanoniker des Domstiftes wählen den Propst von St. Georg, Friedrich, einenSohn des Grafen Adolf von Berg, zum Erzbischof. Die Pröpste und Äbte entscheiden sich dagegen für Gerard vonBonn.

17./18. Sept. 1156
König Friedrich I. entscheidet zugunsten Friedrichs und investiert ihn auf dem Reichstag zu Regensburg.

Sept. 1156
Auf dem Reichstag von Regensburg erhält Heinrich der Löwe Bayern; Österreich wird zum Herzogtum erhoben.

1156
Weihe von Maria Laach.

  1157
König Heinrich II. von England nimmt Kölner Bürger in seinen Schutz. Sie dürfen in London Wein verkaufen.
21. Aug. 1157
Nach dem Tode Alfons VII. werden Kastilien und Leon unter seine beiden Söhne aufgeteilt.

  15. Dez. 1158
Nach einem Sturz vom Pferd stirbt Erzbischof Friedrich II. in Pavia. Seine Gebeine werden nach Deutschland überführt und in Altenberg beigesetzt.
1158
Vladislav von Böhmen erhält von Friedrich I. die Königskrone.

  1159
Bürgermeister und Bürgerschaft beschließen, daß in den Bruderschaften und Burhäusern die Meister und Amtleute in den nächsten zehn Jahren nicht wechseln sollen.
Mai 1159
Der Kanzler Friedrichs I., Rainald von Dassel, wird auf Wunsch des Kaisers zum Erzbischof ge-wählt.

Sommer 1159
Erzbischof Rainald kommt nach Köln, wo er ehrenvoll empfangen wird. Mit 300 Rittern kehrt er anschlie-ßend nach Italien zurück

 
    um 1160
Die Mystikerin Hildegard von Bingen tritt ihre erste Predigtreise an.
um 1160
In Bologna entsteht die erste Universität des Abendlandes.

    März 1162
Friedrich I. läßt Mailand zerstören.
  5. Aug. 1163
Katharer aus Flandern werden in der Stadt verbrannt.
 
23. 7. 1164
Erzbischof Reinald von Dassel bringt die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln.

Mai 1164
Ein Kölner Aufgebot zwingt den Pfalzgrafen Konrad, der das Erzstift verwüsten will, zum Rückzug.

12. 6. 1164
Erzbischof Reinald schreibt dem Kölner Klerus, daß er die Gebeine der Hl. Drei Könige nach Köln bringen werde.

23./24. Jul. 1164
Erzbischof Reinald von Dassel bringt die Gebeine der Heiligen Drei Könige, seine Mailänder Kriegsbeute, in den Dom.

Herbst 1164
Erzbischof Reinald läßt einen neuen erzbischöflichen Palast anlegen.

Jan. 1164
Die Konstitutionen von Clarendon sollen die Rechte des englischen Königs gegenüber dem Klerus stärken.
  um 1165
Erzbischof Reinald gründet dieBruderschaft der Kölner Pfarrer.
2. Dez. 1165
Reinald von Dassel wird in Gegenwart des Kaisers in der Stadt zum Erzbischof geweiht .

29. Dez. 1165
Erzbischof Reinald spricht Karl den Großen heilig, nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa die Gebeine desselben hatte erheben lassen.

um 1165
In Santiago de Compostela wird der „liber Sancti Jacobi“ fertiggestellt.

1165
Das Bonner Münster wird geweiht.

  1166
Verbrennung von fünf Katharern (=Ketzer) in Köln.
 
  29. Jul. 1167
Erzbischof Reinald unterstützt den Kaiser bei der Einnahme der Peterskirche mit einem Kölner Aufgebot.

14. Aug. 1167
Im Lager vor Rom stirbt Erzbischof Reinald an der grassierenden Seuche.

Herbst 1167
Auf Wunsch des Kaisers Friedrich I. wählt das Domkapitel den Reichskanzler Philipp von Heinsbergzum neuen Erzbischof.

Aug. 1167
Eine Seuche im kaiserlichen Heer zwingt Friedrich I. zum Abzug aus Rom.
  29. Sep. 1168
Philipp von Heinsberg wird im Dom zum Erzbischof geweiht.
1168
1168. Fürst Pribislav von Mecklenburg tritt zum Christentum über und wird Vasall Heinrichs des Löwen.

1168
König Waldemar I. von Dänemark erobert Rügen und zerstört das heidnische Heiligtum in Arkona.

1168
Weihe der Kathdrale von Sens.

  1169
Erzbischof Philipp legt fest, daßBurggraf und Stadt-Vogt gemeinsam allen Gerichtsverhandlungen vorsitzen sollen.
 
  1170
Erzbischof Philipp befreit den HofWorringen von dem bisherigen Zinsrecht, das „viele Zinsleute zur Flucht getrieben und so die Einkünfte des Dompropstes geschmälert“ habe.
29. Dez. 1170
Anhänger Heinrichs II. ermorden den Erzbischof von Canterbury, Thomas Becket.

  1171
Zwei der Verbreitung falschen Geldes beschuldigte Juden werden gefangen gesetzt. Die Versuche der jüdischen Gemeinde, ihre Freilassung zu erreichen, sind vergeblich.

1171
In einer Stiftung für das Jahrgedächtnisdes Erzbischofs Rainald werden 13 Pfarren und Kapellen genannt, darunter erstmals St. Brigida, St. Paul, St. Chri-stoph, St. Lupus und St. Jakob als Pfarrkirchen.

1171
Weihe der Kathdrale von Tournai.
  1. Mai 1172.
Erzbischof Philipp weiht den Neubau der Abtei St. Martin ein.

1172
In Freiberg/Sachsen wird mit dem Silberbergbau begonnen.
  1174
Erzbischof Philipp leiht sich von Kölner Bürgern 1000 Mark, um die Rüstungen für den Italienzug zu finanzieren.
um 1174
Im Dom von Monreale entstehen Mosaike im spätbyzantinischen Stil.

  Juni 1175
König Heinrich II. von England nimmt die Kölner Bürger und Kaufleute in seinen Schutz.
 
    29. Mai 1176
Die Lombardische Liga besiegt Kaiser Friedrich I. in der Schlacht von Legnano.
  24. Jul. 1177
Anläßlich des Friedensvertrages von Venedig zwischen Kaiser und Papst wird Erzbischof Philipp vom Kirchenbann befreit, mit dem er als kaiserlicher Parteigänger belegt worden war.

6. Aug.. 1177
Erzbischof Philipp erhält vonPapst Alexander III. in Venedig das Pallium.

Aug. 1177
Frieden von Venedig: Einigung zwischen Friedrich I. und den Lombarden.
  1178
Vertrag der Stadt mit Verdun „überFrieden und Eintracht“: Kein Bürger soll für die Schulden eines anderen haften.
1178
Erzbischof Philipp überträgt die auf demager S. Ursulae errichtete Kapelle den Nonnen des Benediktinerordens.

19. Jun. 1178
Papst Alexander III. nimmt die Kölner Kirche in seinen besonderen Schutz und bestätigt alle Vorrechte und Besitzungen.

 
um 1179
Die Bürger beginnen den Bau einer neuen Stadtmauer: Dritte und letzte Stadterweiterung im Mittelalter.
August 1179
In Westfalen kommt es zuAuseinandersetzungen zwischen Anhängern Erzbischof Philipps und des Herzogs von Sachsen, Heinrich des Löwen.

Okt./Nov. 1179
Erzbischof Philipp rückt mit 4000 Mann gegen den Herzog von Sachsen vor: nach vergeblicherBelagerung von Haldensleben tritt er den Rückzug an.

März 1179
Auf der III. Lateransynode werden die Albigenser zu Häretikern erklärt.

24. Jun. 1179
Heinrich der Löwe wird geächtet.

  1180
Erzbischof Philipp stiftet das Augu-stinerkloster ad martyres, erwirbt ihm vom Gereon-Stift den Grund und Boden und trifft Bestimmungen über die Pfar-rechte.

um 1180
Die Bürgermeister verleihen mitZustimmung der Amtleute der Richerzeche den Drechslern ihren Zunftzwang.

13. Apr. 1180
Kaiser Friedrich I. belehnt Erzbischof Philipp mit dem westlichen Teil des Herzogtums Westfalen und Engern, das dem geächteten Herzog Heinrich demLöwen entzogen wurde.

27. Jul.. 1180
Vergleich zwischen Stadt und Erzbischof Philipp von Heinsberg: Der Erzbischof legitimiert nachträglich den Bau der Befestigung, den die Bürger imvorangegangenen Jahr begonnen haben.

18. Aug.. 1180
Kaiser Friedrich I. bestätigt den Vergleich zwischen Stadt und Erzbischof: Erste Königsurkunde für die Stadt Köln, die „cives colonienses“ erscheinen als gleichberechtigte Vertragspartner neben dem Erzbischof.

13. Apr. 1180
In Gelnhausen wird die Aufteilung des Herzogtums Westfalen beschlossen.
1180
Großfürst Stefan Nemanja erkämpft die Unabhängigkeit Serbiens von Byzanz.

nach 1181
Der Goldschmied Nikolaus von Verdun beginnt die Arbeiten am Dreikönigenschrein.
  1181
Pommern kommt unter die Lehnshoheit Brandenburgs und des deutschen Reiches.

1181
„Verduner Altar“ des Nikolaus von Verdun im Augustiner- Chorherrenstift Klosterneuburg.

  Frühj. 1182
Streit zwischen dem Kaiser und der Bürgerschaft von Köln, der durch Vermittlung des Erzbischofs Philipp geschlichtet wird.
 
  um 1184
Nach dem Plan des Nikolaus vonVerdun wird die Arbeit am Dreikönigenschrein aufgenommen.

20. Mai 1184
Auf dem Hoftag zu Mainz kommt es zu einem Rangstreit um den Platz zur Linken des Kaisers: Erzbischof Philipp will Mainz verlassen, wird aber vom jungen König Heinrich zurückgehalten.

Sept. 1184
Reise des Erzbischofs Philipp nach England: auf Vermittlung des Königs Heinrich II. kommt es zur Aussöhnung mit Heinrich dem Löwen.

Pfingsten 1184
Der Mainzer Hoftag - ein Höhepunkt der ritterlichen Kultur.
    1185
Der Dom in Palermo wird geweiht.
1185
König Knut IV. von Dänemark erobert Teile Mecklenburgs: Er nennt sich „König der Dänenund Wenden“.

  1186
Erzbischof Philipp wiederholt die1183 erfolgte Heiligsprechung des Erzbischofs Anno.
2. Jan. 1186
Der Sohn Kaiser Friedrichs I., Heinrich, heiratet Konstanze von Sizilien.

  22. März 1187
Erzbischof Philipp hält eine Synode in Köln ab, auf der die Suffragane und der gesamte Adel sowie 4000 Ritter anwesend sind - wegen seiner Entfremdung gegenüber dem Kaiser kommt dies einer Mobilmachung gleich.
Jun. 1187
Erzbischof Philipp und die Kölner rüsten zur Abwehr, da der Kaiser mit Heeresmacht heranzieht.

25. Jul. 1187
Kaiser Friedrich I. läßt oberhalb Kölns den Rhein sperren, um der Stadt die Zufuhr von Getreide und Wein abzuschneiden.

Sept. 1187
Erzbischof Philipp verhandelt mit dem Kaiser wegen Beendigung ihres Streites.

3. Okt. 1187
Sultan Saladin erobert Jerusalem.

Dez. 1187
Die Fürstenopposition unter Erzbischof Philipp von Köln wird durch das staufisch-kapetingische Bündnis isoliert.

  25. Dez. 1187
Kaiser Friedrich I. in Trier: „erwerde in seinem vorgerückten Alter vom Kölner Pfaffen gezwungen, ein Heer zu sammeln und gegen seinen Willen einen Teil des Reichs zu verwüsten“.
27. März 1188
Auf dem Reichstag zu Mainz unterwerfen sich Erzbischof Philipp und die Stadt bedingungslos der Gnade des Kaisers: es kommt zur symbolischen Abtragung eines Stadttores.

1188
Im königlichen Rat von Leon sind erstmals Vertreter der Städte zugelassen.

27. März 1188
Kaiser Friedrich I. nimmt das Kreuz: Heinrich der Löwe muß erneut ins Exil gehen.

  1189
Erste Erwähnung von Melaten.
3. Sept. 1189
Richard Löwenherz wird zum englischen König gekrönt.

1189
Im Dom von Cefalu sind die Mosaikarbeiten beendet.

  um 1190
Erzbischof Philipp läßt ein Ver-zeichnis seiner Gütererwerbungen anlegen.

1190
Erzbischof Philipp weiht von neu-em die Kirche St. Johann Baptist.

1190
1190. St. Maria Magdalena wird als Pfarrkirche erwähnt.

1190
Bei Akkon wird der Deutsche Orden gegründet, der sich 1198 in einen Ritterorden umwandelt.
1190
In England kommt es zu anti-jüdischen Ausschreitungen.

10. Jun. 1190
Auf dem 3. Kreuzzug ertrinkt Kaiser Friedrich I. im Fluß Saleph in Kleinasien.

  13. Aug. 1191
Erzbischof Philipp, der Kaiser Heinrich VI. auf dessen Italienzug begleitet, stirbt vor Neapel an der Pest.

Herbst 1191
Der Dompropst Bruno von Berg wird zum neuen Erzbischof gewählt, nachdem der vom Kapitel gewählte Propst Lothar von Bonn wegen der Drohungen des bergischen Hauses zurücktrat.

15. April 1191
Heinrich VI. wird zum römischen Kaiser gekrönt.
  13. Jan. 1192
Erzbischof Bruno III. wird vomKaiser Heinrich VI. investiert und mit dem rheinischen und westfälischen Herzogtum belehnt.

17. Sep. 1192
Wegen Auseinandersetzungen mit Erzbischof Bruno läßt Kaiser Heinrich VI. den Rhein für den Kölner Handel sperren.

1192
Das Herzogtum Steiermark kommt unter babenbergische Herrschaft.
  März 1193
Erzbischof Bruno verhandelt mit Kaiser Heinrich VI. wegen Schlichtung ihres Streites.
28. Jun. 1193
Erzbischof Bruno und KaiserHeinrich VI. legen ihren Streit bei: der Kaiser erneuert das Privileg, wonach die Bürger Kölns Zollfreiheit in Kaiserswerth haben.

Som./Herbst 1193
Erzbischof Bruno III. legt wegen seines hohen Alters sein Amt nieder.

Herbst 1193
Das Domkapitel wählt den Domprobst Adolf von Altena zum neuen Erzbischof.

 
  6. Jan. 1194
Erzbischof Adolf I. empfängt dieenglische Königin Alienor, die ihren gefangenen Sohn, Richard Löwenherz, besuchen will, in Köln.
Feb. 1194
Der freigelassene König Richard Löwenherz wird von Erzbischof Adolf in Köln empfangen und drei Tage lang „unter glänzenden Feierlichkeiten“beherbergt.

16. Feb. 1194
König Richard I. von Englandbefreit die Kölner Kaufleute von den Abgaben, die ihre Gildehalle in London zu entrichten hatte, und sichert ihnen freien Verkehr in seinen Ländern zu.

27. März 1194
Adolf von Altena wird im Dom zum Erzbischof geweiht.

3. Feb 1194
König Richard I. von England (auf dem Heimweg vom Kreuzzug in babenbergische Haft geraten) wird nach Zahlung eines Lösegeldes und Leistung des Lehnseides aus der Gefangenschaft Heinrichs VI. entlassen.

25. Dez. 1194
Kaiser Heinrich VI. empfängt in Palermo die sizilische Königskrone.

    6. Aug. 1195
Tod Heinrichs des Löwen.
  Apr. 1196
Auf dem Reichstag zu Würzburg gehört Erzbischof Adolf zum Kreis derer, die gegen die Erblichkeit der deutschen Krone eintreten.
1196
Der Erbreichsplan Heinrichs VI. scheitert am Widerstand der deutschen Fürsten.

  August 1197
Erzbischof Adolf gibt nachträglich seine Zustimmung zur Wahl des jungen Friedrich zum König und leistet ihm (vor Herzog Philipp von Schwaben) den Treueid.

Dez. 1197
Erzbischof Adolf lädt König Richard von England ein, „als Fürst des Reiches“ an der Wahl einesneuen Königs in Köln teilzunehmen.

28. Sept. 1197
Tod Kaiser Heinrichs VI.
  Okt. 1198
Nach einem Feldzug an die Mosel weichen Erzbischof Adolf und König Otto IV. „bis hinter die Wälle von Köln“ zurück. Der nachrückende König Philippdringt bis zwei Meilen vor die Stadt, bevor er umkehrt.
1198
Die Kölner Bürgerin Rigmudisgründet das Nonnen-Kloster Weiher und stattet es mit ihrem Besitz aus.

9. Jun. 1198
Der Welfe Otto wird in Köln zumdeutschen König gewählt.

März 1198
Auf einem Fürstentag in Kölnbeschließen Erzbischof Adolf und seine Verbündeten, den Herzog Bertold von Zäringen zum König zu wählen. Nach der Ablehnung Herzog Bertolds beschließt die Partei Adolfs, den Grafen Otto von Poitou, einen Sohn Heinrichs des Löwen, zum Gegenkönig zu wählen.

12. Jul. 1198
Nach langem Widerstand öffnen die Aachener dem (Gegen-)König Otto die Tore. Er wird von Erzbischof Adolf gekrönt.

1198
Doppelwahl im deutschen Reich: Otto IV. und Philipp von Schwaben werden von konkurrierenden Parteienzu Königen erhoben.

1198
Bildung des Deutschen Ritterordens.

  1199
Erste Erwähnung von Mauenheim.
Sommer 1199
König Philipp von Schwaben verwüstet das Erzstift, greift Köln aber nicht an.