
Die ehemalige Stiftskirche St.Aposteln ist eine dreischiffige Basilika aus salischer und staufischer Zeit, die im Osten einen Kleeblattchor, im Westen ein Querschiff und einen hohen Turm hat.
Das Stift und seine Kirche lagen westlich der Stadt, außerhalb der im Mittelalter noch bestehenden römischen Stadtmauer.
9. Jahrhundert
Bau einer ersten kleinen Kirche mit dem Patrozinium St. Aposteln vor der Mauer der römischen Stadt, der Bau vielleicht im Jahr 827 geweiht
965
erste sicher bezeugte Nachricht: der Kölner Erzbischof Bruno (954-965) in der Kirche aufgebahrt.
seit etwa 980
die Kirche unter der Verwaltung des Kölner Stifts St. Ursula
nach 1021
der Kölner Erzbischof Pilgrim (1021-1036) gründet bei der Kirche ein Kanonikerstift aus diesem Anlaß Neubau einer Kirche, der bis 1036 zumindest soweit gediehen ist, daß Pilgrim im westlichen Chor bestattet werden kann diese salische Kirche ist eine dreischiffige, flachgedeckte Pfeilerbasilika. Ihr Westbau ein ausladendes Querhaus mit anschließendem quadratischem Chor; unter diesem eine gewölbte Krypta mit drei mal drei Jochen. 

Wie die östlichen Bauteile aussahen, ist nicht bekannt. (Entweder besaß das Mittelschiff keinen Chor und schloß gerade, oder es gab einen querrechteckigen Chor.)
Dieser Bau ist zum Teil in den staufischen Umbau des 13. Jahrhunderts aufgegangen.
seit der Mitte des 12. Jahrhunderts
Umbau der Kirche der Kirche in mehreren Etappen:
Errichtung eines fünfgeschossigen Turmes im Westen. Erneuerung der Krypta
um 1200 bis 1220
Fortsetzung des Umbaus:
im Osten am bestehenden Langhaus ein Kleeblattchores (Dreikonchenchor) errichtet: drei halbkreisförmige Chöre um eine quadratische Vierung mit Kuppel die Seitenschiffe gewölbt südlich der Kirche die Stiftsgebäude errichtet 

bis 1220
Umbau und Einwölbung des salischen Langhauses in Formen der staufischen Zeit: drei Doppeljoche mit je zwei Arkaden, sechsteilige Gewölbe
bis 1230
Wölbung des westlichen Querhauses
der Westturm aufgestockt: Giebel und Rhombendach
frühes 13. Jahrhundert
die sogenannte Halle am Laienportal (an der Nordseite des Langhauses) errichtet; sie dient zu Predigten und als Bestattungsort wohlhabender Pfarrangehörigen
1643/44
in die Westwand ein Portal eingebrochen; der bisherige Westchor aufgegeben, er dient nunmehr als Vorhalle des neuen Haupteingangs
die Krypta zugeschüttet
1786/87
Abriß der ‚Halle'; neue große Rundbogenfenster in den Seitenschiffen
1802
Säkularisierung des Stifts St. Aposteln; die Stiftskirche wird Pfarrkirche
1815-1827
Abbruch der ehemaligen Stiftsgebäude
1822-1828
Abbruch der baufälligen Gewölbe in Lang- und Querhaus, durch hölzerne ersetzt
1872-1891
Wiederherstellung des spätromanischen Zustandes im Sinn einer historisierenden Neuschöpfung: 

Erneuerung der gesamten Außenhaut und dabei eine einheitliche, umlaufende Blendgliederung am Außenbau in den Formen der rheinischen Spätromanik; Ergänzung der Giebel an den Querarmen innen vollständige Neuausstattung mit Marmorverkleidung der Wände und Mosaiken 

1942-44
Kriegszerstörung: betroffen sind Gewölbe in Langhaus, Querhaus, Westchor sowie in Vierung und zwei Konchen; nördliches Seitenschiff, obere Teile des Turmes; sämtliche Dächer 

bis 1957
die Kirche wiederaufgebaut, teils in provisorischen Formen 

1956/57
die Krypta ausgegraben und wiederhergestellt
1966-75
der Außenbau der Dreikonchenanlage in den ursprünglichen Formen wiederhergestellt 
1975 und 1988-93
Neuausstattung des Chores: Altar und Bekrönung; Wandmalereien 
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