Exkursionen 2012

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular bis zum 31. Dezember 2011 schriftlich an. Telefonische Anmeldungen können wir leider nicht entgegen nehmen. Sie werden bis zum 29. Februar 2012 schriftlich benachrichtigt, an welchen Exkursionen bzw. Führungen Sie teilnehmen können.
Treffpunkt für alle Exkursionen:
Komödienstraße (Straßenseite von St. Andreas, vor dem Ferienwerk Köln).
Die Busse sind an der Windschutzscheibe beschildert. Die Abfahrtszeit des Busses ist unter den jeweiligen Exkursionsdaten angegeben. Wir bitten Sie, pünktlich am Abfahrtsort zu erscheinen.
Ausnahmen:
Exkursionen 19 und 20 ins Wallraf-Richartz-Museum
Treffpunkt: vor dem Eingang des Museums
Änderungen und Umstellungen innerhalb der Tagesprogramme aus organisatorischen Gründen sind möglich.
Falls Sie an einer Exkursion verhindert sind, werden Ihnen selbstverständlich die Exkursionsgebühren erstattet. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie die Fahrt bis zu einem Tag vor Reisetermin abgesagt haben.
1 Mittwoch, 21. März
2 Samstag, 24. März
Gotik, Jugendstil und die Moderne im Bergischen Land:
Altenberg – Hagen – Neviges
8.30 - ca. 19.00 Uhr
Leitung: Dr. Brigitte Wolff-Wintrich
Kosten: 57 Euro inkl. Eintritte und Führungen
(Osthaus Museum und Hohenhof)
Die ehemalige Zisterzienserklosterkirche in Altenberg wurde im 13. und 14. Jahrhundert in den typischen Formen der Hochgotik erbaut und mit Grisaillefenstern ausgestattet. Das große Westfenster dagegen zeigt farbige Motive im weichen Stil. Reste der ursprünglichen farbigen Kreuzgangverglasung finden sich in einer Seitenkapelle. Karl Ernst Osthaus, dem Begründer des Folkwang Museums, verdankt die Stadt Hagen wichtige Bauten wie das Osthaus Museum und die von Henry van de Velde als Gesamtkunstwerk erbaute und gestaltete Jugendstilvilla Hohenhof. Sie ist mit Werken von Matisse, Hodler und Thorn Prikker ausgestattet. Der Hohenhof zählt zu den architekturgeschichtlich bedeutendsten Gebäuden Europas aus der Zeit der Frühmoderne. Anschließend folgt ein Spaziergang über die Straße „Am Stirnband“, Wohnhäuser, die von Osthaus in Auftrag gegeben und von dem holländischen Architekten Johannes Ludovicus Lauweriks erbaut wurden. Auch das kürzlich eröffnete Museum des gebürtigen Hageners Karl Schumacher wird in einer Führung besucht. Im Bahnhof von Hagen besichtigen wir das erste „moderne“ Glasbild von Johan Thorn Prikker aus dem Jahre 1911. Die Marienwallfahrtskirche Neviges ist von Gottfried Böhm im Jahre 1960 erbaut worden und zeigt den typischen Betonbaustil in prismatischen Formen.
3 Mittwoch, 11. April
4 Samstag, 14. April
Andernach und Oberbreisig
Leitung: Dr. Jürgen Kaiser
9.00 - ca. 19.00 Uhr
Kosten: 42 Euro
Die Andernacher Liebfrauenkirche, die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts neu errichtet wurde, beeindruckt durch die Vielfalt und Schönheit ihrer spätromanischen Architektur. Zu den wertvollsten Zeugnissen rheinischer Bildhauerkunst gehören die vom Laacher Samsonmeister geschmückten Portale. Anschließend Rundgang durch die Altstadt mit Stadtmauer, gotischer Minoritenkirche und der Ruine der kurkölnischen Burg. Die kleine Pfarrkirche St. Viktor in Oberbreisig schöpft auf sehr originelle Weise aus dem gesamten Formenrepertoire der rheinischen Spätromanik und zeichnet sich durch die wiederhergestellte Farbfassung aus.
5 Mittwoch, 18. April
6 Samstag, 21. April
Besuch der Ausstellung in Münster: Goldene Pracht -
Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen
8.00 - ca. 19.30 Uhr
Leitung: Holger Kempkens
Kosten: 55 Euro inkl. Eintritt und Führung
Besucht wird insbesondere die vom Exkursionsleiter kuratierte Sonderausstellung, in der kostbare westfälische Goldschmiedearbeiten im europäischen Kontext gezeigt werden – es wird u. a. der Marienschrein des Nikolaus von Verdun aus Tournai zu Gast sein! Am Vormittag besuchen wir den ersten Ausstellungsteil im Landesmuseum, am Nachmittag im Anschluss an die Mittagspause den zweiten Ausstellungsteil in der Domkammer. Daran schließt sich ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt von Münster an.
7 Mittwoch, 25. April
8 Samstag, 28. April
Kornelimünster, Monschau, Höfen, Abtei Maria Frieden
Leitung: Dr. Brigitte Wolff-Wintrich
8.30 - ca. 19.00 Uhr
Kosten: 47 Euro inkl. Eintritt
Die ehemalige Abteikirche St. Kornelius in Kornelimünster weist eine bewegte Baugeschichte auf. Heute präsentiert sie sich als eine fünfschiffige kreuzrippengewölbte Halle des 14.-16. Jahrhunderts. Der malerische Reiz der in einer Rurschleife gelegenen Tuchmacherstadt Monschau wird bestimmt durch die engen Steil- und Treppengassen, die Bürgerhäuser des 17. Jahrhunderts und die katholische Pfarrkirche. In einer Führung durch das „Rote Haus“ wird die bürgerliche Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts erläutert. In Höfen sehen wir die typischen, von Hecken geschützten Vennhäuser. Die Abtei Maria Frieden ist eine Gemeinschaft von Trappistinnen, die eine große Paramentenwerkstatt führen. Sie nutzen seit 1952 die Schäferei aus der Zeit des Nationalsozialismus.
9 Mittwoch, 9. Mai
10 Samstag, 12. Mai
Kunstschätze im nördlichen Eifel-Vorland
Leitung: Dr. Hanna Peter-Raupp
9.00 - ca. 18.00 Uhr
Kosten: 42 Euro
Die Tagesfahrt führt in verschiedene Kirchen mit kostbaren Ausstattungsstücken des Mittelalters und der Frührenaissance. Dazu gehören die Pfarrkirche von Drove und die ehemalige Klosterkirche Wenau, wo wir das stimmungsvolle Ensemble einer alten Klosteranlage finden. In Düren-Lendersdorf erwartet uns ein für die Rheinlande ganz ungewöhnlicher monumentaler Schnitzaltar des Lübeckers Benedikt Dreyer. Auf dem Rückweg besuchen wir Burg Binsfeld mit ihrer Renaissance-Laube.
11 Samstag, 19. Mai
12 Mittwoch, 23. Mai
Kölns kleine romanische Kirchen und ihre Nachfolgebauten
9.15 - ca. 18.30 Uhr
Leitung: Dr. Martin Bredenbeck
Kosten: 45 Euro
Für seine großen romanischen Altstadtkirchen ist Köln weltberühmt. Hochinteressant sind aber auch die kleinen romanischen Kirchen der früheren Dörfer im Umfeld der Stadt, die mittlerweile zum Stadtgebiet gehören. Besucht werden St. Brictius in Merkenich, Alt-St. Heribert und die Abtei in Deutz sowie Alt-St. Stephanus in Lindenthal (Krieler Dömchen). All diese Kirchen haben im Lauf der Geschichte Geschwister- oder Nachfolgebauten erhalten. Sie stehen beispielhaft für die großen historistischen Neubauten des 19. Jahrhunderts (Neu-St. Heribert, Neu-St. Stephan) und auch für den Umgang mit beschädigten Bauten in der Wiederaufbauzeit (Kirchenschiffe von St. Brictius und Neu-St. Stephan, Wiederaufbau von Neu-St. Heribert). Alt-St. Heribert ist auch wegen der derzeitigen Nutzung durch die griechisch-orthodoxe Gemeinde in der aktuellen Debatte um die Zukunft von Sakralbauten sehr interessant.
13 Mittwoch, 6. Juni
14 Samstag, 9. Juni
Frankfurt
Leitung: Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum
8.00 - ca. 18.30 Uhr
Kosten: 68 Euro inkl. Eintritt und Führung
Wiederholung, weil in 2011 beide Exkursionen wegen unvorhersehbaren Baumaßnahmen und Restaurierungsarbeiten abgesagt werden mussten!
Die Justinuskirche in Frankfurt-Höchst ist eine der wenigen, weitgehend erhaltenen Basiliken aus karolingischer Zeit, die im Spätmittelalter um einen gotischen Chor und Kapellenanbauten erweitert wurde. Die exzellente Bauplastik aus frühmittelalterlicher und gotischer Zeit sowie die übrige reiche Ausstattung an spätmittelalterlichen und barocken Altären zeugen von der langen sakralen Tradition des Ortes. Das 1815 von dem Bankier Johann Friedrich Städel mit einer Kunstschule neu geschaffene Städelsche Kunstinstitut ist eine der wichtigsten deutschen Kunstsammlungen. Das Museum beherbergt neben Gemälden der Romantik und des Expressionismus wichtige Werke der spätmittelalterlichen Kölner, altniederländischen und altdeutschen Malerei.
15 Mittwoch, 13. Juni
16 Mittwoch, 20. Juni
Limburg an der Lahn
Leitung: Dr. Ulrich Krings
8.30 - ca. 18.30 Uhr
Kosten: 50 Euro inkl. Eintritte und Führung
Der Limburger Dom St. Georg erhebt sich mit seinen sieben Türmen auf einem Felsplateau oberhalb der malerischen Altstadt mit der historischen Lahnbrücke: eines der eindrucksvollsten Städtebilder Deutschlands. Ähnlich spektakulär liegt St. Lubentius in Limburg-Dietkirchen über dem Lahntal. Die beiden spätromanischen Kirchenbauten mit ihren Ausmalungen sind ebenso Ziel der Exkursion wie das neu eingerichtete Diözesanmuseum, das jetzt den kostbaren Domschatz birgt. Dessen Höhepunkt ist die „Limburger Staurothek“, ein byzantinisches Kreuzreliquiar.
Hinweis: Aus organisatorischen Gründen sind keine Termine samstags möglich.
17 Samstag, 30. Juni
18 Mittwoch, 4. Juli
Karden und Kobern
Leitung: Margrit Jüsten-Mertens
8.30 – ca. 18.30 Uhr
Kosten: 45 Euro
Die ehemalige Stiftskirche St. Castor in Karden gehört zu den wichtigsten romanischen Sakralbauten an der Mosel. Erhalten sind außer der Kirche auch bemerkenswerte Reste der Stiftsgebäude. In einem Gebäude von 1238 mit dem ehemaligen Refektorium der Stiftsherren befindet sich heute ein Museum. Nach der Mittagspause in Karden führt die Exkursion nach Kobern. Dort wird die Matthiaskapelle auf der Oberburg besucht, die zu den bedeutendsten Burgkapellen Deutschland gehört. Der kostbare achteckige Zentralbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde als Aufbewahrungsort für das Haupt des Apostels Matthias erbaut.
Hinweis: Zur Matthiaskapelle führt ein asphaltierter Weg bergauf, ca. 20 Minuten Fußweg.
19 Mittwoch, 25. Juli
20 Samstag, 28. Juli
Roermond und die weiße Stadt Thorn
Leitung: Jean-Bruno Broicher
8.30 - ca. 19.00 Uhr
Kosten: 47 Euro inkl. Eintritt
Wiederholung aufgrund der großen Nachfrage im Jahr 2011!
Die unweit der deutschen Grenze gelegene Stadt Roermond gehörte ursprünglich zu Geldern und liegt heute in der Provinz Limburg. Sie bietet mit der romanischen Liebfrauenkirche eine der schönsten Beispiele der Spätromanik im Rhein-Maasgebiet. Während ihre Dreikonchenanlage die Entwicklung der rheinischen Kleeblattchöre fortführt, steht die gotische Kathedralkirche Sankt Christof in der Tradition der Trierer Liebfrauenkirche. Die etwas weiter westlich gelegene Kleinstadt Thorn ist berühmt für ihre stets weiß getünchten Hausfassaden und ihre ehemalige gotische Stiftskirche, die trotz Säkularisation und Restaurierungen ihre prachtvolle Ausstattung bewahrt hat.
21 Mittwoch, 8. August
22 Samstag, 11. August
Die Mittelalter-Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums
Leitung: Dr. Jürgen Kaiser
10.00 - ca. 16.30 Uhr
Kosten: 15 Euro ohne Eintritt
Den Eintritt ins Museum entrichten Sie bitte selbst!
max. 25 Teilnehmer
Treffpunkt: Vor dem Eingang des Wallraf-Richartz-Museums
Köln als bedeutendste Stadt des deutschen Mittelalters besaß dank der Stiftungen seiner reichen Bürger eine immense Fülle an Pfarrkirchen, Klöstern und Kapellen, die größtenteils im frühen 19. Jahrhundert abgerissen wurden. Dank beherzter Sammler konnte aber ein Großteil der mittelalterlichen Altäre vor der Zerstörung bewahrt werden, so dass das Wallraf-Richartz-Museum die umfangreichste und qualitätvollste Sammlung gotischer Tafelmalerei in Deutschland besitzt. Nach einer Einführung in die Herstellung, Funktion und Stiftung der Malereien werden in einem ausführlichen Rundgang die wichtigsten Werke vorgestellt.
Hinweis: Ein Hocker ist an der Garderobe entleihbar.
23 Mittwoch, 22. August
24 Samstag, 25. August
Die alten Hansestädte 's-Hertogenbosch und Zaltbommel
Leitung: Jean-Bruno Broicher
8.15 - ca. 19.30 Uhr
Kosten: 65 Euro
Die im Süden der Niederlande gelegenen Städte wurden einst wohlhabend durch den Tuch- bzw. den Salzhandel. Als sie jedoch im 80-jährigen Krieg zwischen den Spaniern und den Niederländern vom Fürsten Frederik-Hendrik von Oranien-Nassau erobert wurden, verloren sie zwar ihre Privilegien und ihre Bedeutung, doch ihr malerisches Stadtbild haben sie sich bewahrt. 's-Hertogenbosch besitzt zudem mit seiner spätgotischen Johannis-Kathedrale mit noch romanischem Westturm die vielleicht größte Kirche der Niederlande.
25 Mittwoch, 5. September
26 Samstag, 8. September
Schloss Stolzenfels, Rhens und Spay am Mittelrhein
Leitung: Gunnar Mertens
8.30 - ca. 18.30 Uhr
Kosten: 49 Euro inkl. Eintritt
Die Fahrt führt südlich von Koblenz entlang des Flussufers zu drei Rheinorten: Schloss Stolzenfels ist eine mittelalterliche Burganlage der Erzbischöfe von Trier, die Friedrich Schinkel für den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zu einer der bedeutendsten Architekturschöpfungen des 19. Jahrhunderts in Deutschland umgestaltete. Peter Joseph Lenné schuf die umgebenden Gartenanlagen, die jüngst nach den Originalplänen wiederhergestellt wurden. Hinweis: Anstieg auf asphaltiertem Weg!
Das ehemals kurkölnische Städtchen Rhens am Rhein weist neben seinen Fachwerkhäusern, dem gotischen Rathaus und der mittelalterlichen ehemaligen Pfarrkirche den oberhalb gelegenen Königstuhl (Wahlort deutscher Könige im 14. Jahrhundert) auf. In Spay befindet sich der bemerkenswerte sechseckige Zentralbau der Pfarrkirche St. Lambertus des Kölner Architektenbüros Rüdell und Odenthal.

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