St. Maria Lyskirchen

St. Maria Lyskirchen  -  Ausstattung

Kreuzigung Christi

Glasmalerei; um 1520/30

St. Maria Lyskirchen, mittleres Fenster des nördlichen Seitenschiffs

 

In den drei Fenstern des nördlichen Seitenschiffs sind einzelne Scheiben der Glasmalerei aus der Zeit um 1520/30 erhalten geblieben. Im mittleren Fenster befindet sich die Darstellung der Kreuzigung Christi; sie erstreckt sich mit einheitlichem Landschaftshintergrund über die drei Fensterbahnen. Die Mitte nimmt das Kreuz ein, das die kniende, in reiches Gewand gekleidete Maria Magdalena umfaßt. Maria und Johannes stehen zu Seiten des Kreuzes. Während die Figuren in der konventionellen spätgotischen Art der Zeit um und nach 1500 wiedergegeben sind, ist jede der drei Scheiben mit einer Zierarchitektur gerahmt, in der auf zeittypische Weise gotische Formen und solche der italienischen Renaissance miteinander kombiniert sind: Antikisierende Säulen mit Kapitellen tragen flache Bögen mit angedeuteten gotischen Profilen. Über den Kapitellen sind kleine Engel angebracht, welche die Wappen der Stifter halten. Solches Vermengen der einzelnen Formen verschiedener Herkunft war gerade im dekorativen Zusammenhang, an Kleinarchitekturen und in den Bildkünsten bis um 1540 üblich, da sie gewissermaßen das Versuchsfeld für den im Norden noch immer fremden, an der antiken Kunst orientierten Stil bildeten. Die Glasmalerei zeigt ihre besondere Qualität in der differenzierten Wiedergabe von Gewändern und Gesichtern.

Öffnungszeiten

 

Mo. - Sa.: 10.00-18.00 Uhr

So.: 10 - 16 Uhr

 

Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

 

An Lyskirchen 8

50676 Köln

Tel.: (0)221 - 214615

Fax: (0)221 - 2403432

mail: pfarrbuero(at)lyskirchen.de

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