St. Maria Lyskirchen

St. Maria Lyskirchen  -  Gewölbemalereien

links: Geburt Isaaks

Spruchband der Sara: RISUM FECIT MICHI DOMIN[U]M (Ein Lachen hat mir der Herr gegeben)

rechts: Geburt Christi

Buch Mariae: MAGNIFICAT ANIM[A] MEA D[OMI]N[UM] (Hochpreiset meine Seele den Herrn)

 

Das zweite Bildpaar gehört unmittelbar zum ersten, beide Szenen sind die Erfüllung der im jeweils vorangegangenen Bild gezeigten Ankündigung. Der Geburt Christi ist die des Isaak gegenübergestellt.

Die Bedeutung dieser Korrespondenz erschöpft sich nicht in der Gleichheit der Situation. Diese bildet nur den Vergleichspunkt, macht jedoch nicht den theologischen Gehalt des Bildpaares aus. Hinter der äußerlichen Ähnlichkeit verbirgt sich das bildlich nicht darstellbare Mysterium der jungfräulichen Geburt Christi, das eine Steigerung gegenüber der ebenfalls dem Naturgesetz widersprechenden Geburt des Isaak durch eine Unfruchtbare bedeutet.

Geburt Isaaks - Bibeltext

Genesis 21,1-3

Der Herr nahm sich Saras an, wie er gesagt hatte, und er tat Sara so, wie er versprochen hatte.

Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott angegeben hatte.

Abraham nannte den Sohn, den ihm Sara gebar, Isaak.

Geburt Christi - Bibeltext

Lukas-Evangelium 2,7

und sie [Maria] gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.


Gewölbescheitel

Personifikationen von Gesetz und Gnade

Am Beginn des Zyklus ist sein Thema durch die beiden Personifikationen Lex und Gratia, Gesetz und Gnade, im Gewölbescheitel angegeben. Die beiden weiblichen Halbfiguren ohne Attribute sind durch das Spruchband am Bildrand erklärt. Unter der einen steht: LEX PER MOYSEN DATA EST (Das Gesetz ist durch Moses gegeben), unter der anderen: GRATIA PER I. XRISTUM DATA EST (Die Gnade ist durch Jesus Christus gegeben).

In der Gegenüberstellung von Gesetz und Gnade sind (nach Johannes 1,17) "Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus." die beiden Zustände des Heils vor und nach der Zeitenwende in Christus benannt.

Diese Antithese der Epochen - die eine als Verheißung, die andere als Erfüllung - werden durch die Szenen der nördlichen, alttestamentlichen Reihe und der südlichen, neutestamentlichen veranschaulicht.


Zwickel des zweiten Bildpaares

links: Prophet

rechts: Gregor der Große

 

Von den zum zweiten Bildpaar gehörigen Vertretern des Wortes hält der dem alttestamentlichen Typus zugeordnete Prophet ein Spruchband: ECCE VIRGO CONCIPIET ET PARIET FILIUM (Seht die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären; Isaias 7,14).

Der andere ist als Gregor d.G. zu identifizieren aufgrund der Taube des Hl. Geistes, die ihn inspiriert.

Öffnungszeiten

 

Mo. - Sa.: 10.00-18.00 Uhr

So.: 10 - 16 Uhr

 

Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

 

An Lyskirchen 8

50676 Köln

Tel.: (0)221 - 214615

Fax: (0)221 - 2403432

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