St. Maria Lyskirchen

St. Maria Lyskirchen  -  Gewölbemalereien

links: Gastmahl des Ahasver

rechts: Abendmahl

 

In diesem Bildpaar sind das Abendmahl Christi mit seinen Aposteln und ein alttestamentliches Gastmahl einander gegenübergestellt.

Letztere Szene ist nicht eindeutig zu bestimmen. Es ist anzunehmen, es handele sich um eines der drei im Buch Esther genannten Mähler; denn kein anderes Mahl scheint typologisch gedeutet worden zu sein. Die Schwierigkeiten ergeben sich aus dem heutigen Zustand des Freskos; nach starker Zerstörung sind die Köpfe der am Tisch sitzenden Gestalten weitgehend rekonstruiert. Keine Beischrift nennt den Anlass des Festes oder die vier Personen - von rechts: ein Mann, der Hut oder Krone trägt und einen Pokal in der Hand hält; neben ihm eine kindhaft kleine, vielleicht weibliche Gestalt, um deren Schulter der rechts sitzende Mann den Arm legt; eine jüngere, bartlose Person, deren Geschlecht nicht zu benennen ist; ganz links ein älterer Bärtiger. Das rechte Paar ist durch einen Vorhang ausgezeichnet, in dem Mann wird man daher König Ahasver zu erkennen haben. Wahrscheinlich ist das große, 180 Tage dauernde Gastmahl dargestellt - eine eher allgemeine Präfiguration. Der typologische Akzent läge bei solcher bloßen Parallelisierung verwandter Situationen in der grundsätzlich gesteigerten heilsgeschichtlichen Stellung Christi.

Abendmahl - Bibeltext

Matthäus-Evangelium 26,20-29

 

Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.

Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.

Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?

Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.

Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und eßt; das ist mein Leib.

Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;

das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters.

 

vgl. Markus 14,17-25; Lukas 22,14-20; Johannes 13,21-30


Zwickel des siebten Bildpaares

links: Prophet

rechts: Mönch

Öffnungszeiten

 

Mo. - Sa.: 10.00-18.00 Uhr

So.: 10 - 16 Uhr

 

Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

 

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