St. Severin

St. Severin  -  Ausstattung

Epitaph für Jacob Chimarrhaeus

Johann in der Müllen, nach 1614

Marmor, Alabaster

St. Severin, nördliche Seitenschiffwand, zweites Joch von Westen

 

Das Standepitaph für Jacob Chimarrhaeus, den 1614 in Prag verstorbenen Propst am Severinstift, fertigte der Kölner Drechsler Johann in der Müllen. Der architektonische Rahmen ist in der Struktur einfach, in der Ausführung nicht ohne Aufwand: Über dem Sockel rahmen jonische Säulen das Mittelfeld, über dem Gebälk schließt ein niedriger ornamentaler Rahmen das Wappen des Stifts ein. Der Aufbau erhält eine bewegte Kontur durch Volutenwangen seitlich der Säulen sowie den Aufsatz und dessen Figuren. Die beiden äußeren stellen die hll. Cornelius und Cyprian (Nebenpatrone der Kirche) dar, die bekrönende den Bischof Severin. Wirkungsvoll ist der Kontrast zwischen der Architektur aus schwarzem Marmor, den farbigen Säulen und den Figuren aus weißem Alabaster.

Das Mittelfeld nahm ursprünglich eine vergoldete Kupferplatte ein, die das Bild des vor Christus knienden Jacob Chimarrhaeus zeigt und in der Inschrift dessen Ämter und Titel mitteilt: Chimarrhaeus war Protonotar, päpstlicher und kaiserlicher Pfalzgraf, Ritter vom Goldenen Sporn, Großalmosenier und von 1594 bis 1614 Propst des Stifts St. Severin. Diese Platte befindet sich heute im Chor . Sie wird ersetzt durch ein Gemälde mit der Darstellung des Schmerzensmannes, vor dem der Stiftskanoniker Theobald Krassel kniet (von dem Maler Jerrigh, gest. um 1574).

Öffnungszeiten

 

Mo.-Fr.: 10.00 -18.00 Uhr

Sa.: 10.00 - 13.00 Uhr

So.: 13.00 -17.00 Uhr

 

St. Severin ist eine katholische Kirche. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht möglich.

Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

 

Severinskirchplatz,

50678 Köln

Tel.: (0)221) - 931842-0

Fax: (0)221) - 931842-34

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