St. Kunibert

St. Kunibert  -  Ausstattung

Taufkapelle

 

Seit 1802 wird die 1250/60 zur Kapelle ausgebaute Nische auf der Südseite der Chorhalle als Taufkapelle genutzt. Vielleicht diente sie ursprünglich als Reliquienkapelle.

 

Der Taufstein entstand gegen 1260. Ob er für St. Kunibert angefertigt wurde, ist nicht gesichert. Ursprünglich hatte er im Westquerhaus seinen Platz, in dem der Gemeinde zugänglichen Teil der Kirche.

Ein sehr qualitätsvolles Fresko schmückt die Kapellenwand. Es wird in die Zeit um 1260/70 datiert und zeigt eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes. Die Farbigkeit des Originals ist weitgehend erhalten und weist nur geringfügige Übermalungen durch M. Göbbels auf.

Der Gekreuzigte wird im Dreinageltypus mit feinen, fast fragilen Gliedmaßen dargestellt. Die Arme sind nach unten gebogen und deuten bereits den Realismus des hängenden Körpers an, wie er in späteren Darstellungen häufig erscheint.

 

In auffälligen Posen sind Maria und Johannes dargestellt. Maria ist mit einem rotbraunen Mantel bekleidet, der nur sehr lose ihre Gestalt umspielt und das hellblaue Untergewand sichtbar werden lässt. Einen Zipfel des Mantels hält Maria mit ihrer linken Hand gegen die Wange und drückt so ausdrucksvoll ihren Schmerz über das Geschehen aus.

 

Johannes ist ganz in seinen Mantel gehüllt und blickt - entgegen üblicher Darstellung - nicht zum Kreuz auf, sondern zu Boden.

 

So wird in diesem Fresko eine sehr gefühlsbetonte Darstellung kombiniert mit dem zu seiner Zeit "modischen" Zackenstil, der sich besonders deutlich in der Gestaltung der Gewänder zeigt.

 

St. Kunibert

Öffnungszeiten

 

täglich von 10 bis 18 Uhr.

 

Führungen nur nach Absprache mit dem Pfarramt

 

Kunibertsklostergasse 2,

50668 Köln

Kontakt über das

Pfarrbüro St. Agnes

Tel.: 78 80 75-0

Fax: 78 80 75-99

mail: pfarrbuero(at)st-agnes.de

www.st-kunibert-koeln.de