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Triptychon

Triptychon,

Kopie von Caspar Benedikt Beckenkamp nach Joos van Cleve, vor 1822

Malerei auf Eichenholz; Mitteltafel 142 x 102 cm, Flügel je 142 x 52 cm

St. Maria Lyskirchen, nördliche Chorkapelle

 

Zu den wenigen erhaltenen Ausstattungsgegenständen der Kirche zählte als eines der anspruchsvollen ein Triptychon mittleren Formats, das laut der Inschrift am Rahmen 1524 der Kölner Ratsherr Gobelinus Schmitgen für den nördlichen Seitenaltar gestiftet hatte. Das Retabel malte der seit 1511 in Antwerpen tätige Joos van Kleve (-1540/1Daten ???). 1812 wurde es von der Gemeinde verkauft und gelangte schließlich ins Frankfurter Städelsche Kunstinstitut. Einige Jahre später ließ man von Caspar Benedikt Beckenkamp (1747-1828) eine Kopie anfertigen, die seither an der Stelle des Originals steht.

Die Mitteltafel zeigt vor tiefem Landschaftshintergrund die Beweinung Christi: Maria und Nikodemus, die den Leichnam Christi stützen, Maria Magdalena, die ihn verehrt, sowie Johannes. Teilnehmer der Szene ist außerdem ein Mann, der lediglich durch seine Tracht von den biblischen Gestalten unterschieden und als Zeitgenosse des frühen 16. Jahrhunderts charakterisiert ist. Wahrscheinlich handelt es sich um den Stifter des Retabels. Er ist in Szene fast wie die anderen Personen einbezogen, legt die Hand an die zur Waschung des Leichnams dienende Schüssel mit Wasser. Die Innenseiten der Flügel, auf denen der Bildraum der Mitteltafel sich fortsetzt, zeigen zwei weitere Zeugen der Passion, die zwei der Leidenswerkzeuge Christi präsentieren: die hl. Veronika mit dem Schweißtuch Christi und Joseph von Arimathia mit der Dornenkrone. Auf den Außenseiten ist in Grisaillemalerei die Verkündigung an Maria dargestellt

An Lyskirchen 8

50676 Köln

Tel.: (0)221 - 214615

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