Seit den frühen Anfängen des Christentums ist die Kirche ein Ort, an dem durch menschliche Kreativität und künstlerisches Schaffen versucht wird, Gott den Menschen nahe zu bringen. So zeugt auch St. Andreas mit ihrer jahrhundertelangen Geschichte von den Ideen, dem Können und dem Handwerk der Menschen, die sie ausgestattet haben. Die Kunstwerke von St. Andreas gewähren Einblicke in vergangene Jahrhunderte, aber auch in den Zeitgeschmack der Gegenwart. So stammen die Wandmalereien der Kapellen aus dem 14. Jh., der Machabäerschrein ist ein spätgotisches Werk und aus der Epoche des Barocks stammt das Gemälde im nördlichen Querhaus, welches das Martyrium des hl. Andreas zeigt. Besonders der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren am Bau von St. Andreas. Wie viele Kirchen in Deutschland musste sie in den 1950er Jahren wiederaufgebaut werden. Im Zuge dessen erhielt sie wieder eine Krypta, in der die letzte Ruhestätte für den hl. Albertus Magnus (gest. 1280) eingerichtet wurde. Er schrieb im 13. Jh.: „Gott ist der höchste und oberste Künstler. Er steht zur geschaffenen Welt wie jeder menschliche Künstler zu seinem Werk.“
Bis heute wird St. Andreas weiter ausgeschmückt. 2005 wurde damit begonnen, die Fenster der beiden Querhäuser mit neuen Glasmalereien des zeitgenössischen Malers Markus Lüpertz auszustatten. Die Begeisterung für seine Werke war so groß, dass anschließend ebenfalls die Kapellenfenster mit seiner Glaskunst ausgestattet wurden. Erst 2024 wurden zwei neue Fenster fertiggestellt, drei weitere werden noch folgen.





