Der Chor von St. Ursula wurde um 1260/1270 erbaut. Er ist eine hohe, helle Chorhalle mit Kreuzrippengewölben, stark reduzierten Wandflächen, elf hohen schmalen Fenstern und Maßwerkverzierungen in den Fenstern – typische Merkmale für die Gotik.
Der Chor von St. Ursula entstand parallel zum Bau des Kölner Doms seit 1248. Unterhalb der Fenster sind zahlreiche Schädelreliquien in Wandnischen eingelassen, die man hinter goldfarbenen Rastergittern erkennen kann. Die Schädel sind in roten, kunstvoll bestickten Textilien eingehüllt. In der Sockelzone des Langchores sind auf einer umlaufenden Steinbank weitere Schädelreliquien, darunter das Haupt der hl. Ursula, präsentiert. Vergleichbar der Sainte-Chapelle in Paris, die einst die Dornenkrone Christi beherbergte, befindet man sich als Besucher im Chor von St. Ursula wie in einem in Architektur umgewandelten gläsernen Reliquienschrein.


