Zum Inhalt springen
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
Zerstörung & Wiederaufbau
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
St. Aposteln
Zerstörung & Wiederaufbau

Zerstörung & Wiederaufbau | Rekonstruktion in mehreren Phasen

Ein Großteil der Dächer St. Apostelns war bereits 1942 zerstört worden, so dass die Kirche bis zum Beginn des Wiederaufbaus mehr als ein halbes Jahrzehnt ungeschützt der Witterung ausgesetzt war. Zum Ende des Krieges waren schließlich bis auf den Helm des südöstlichen Chorturms alle Dächer vernichtet, hinzu bis auf wenige Reste die Gewölbe, die nördliche Seitenschiffwand des Langhauses, Laterne und Zwerggalerie des Vierungsturms sowie die komplette umlaufende Zwerggaleriezone des Trikonchos.

Der 1948 unter Dom- und Diözesanbaumeister Willi Weyres begonnene Wiederaufbau war von der Idee einer aus Kosten- und Zeitgründen durchgeführten originalen Rekonstruktion nur der statisch relevanten Teile geprägt. So wurden die Zwerggalerien des Trikonchos mit dazugehörenden Plattenfrieszonen, ganz ähnlich wie in der ersten Wiederaufbauphase Groß St. Martins, nur in provisorischer Gestalt in Backstein rekonstruiert.

Auf den Wiederaufbau der Vierungslaterne wurde erst einmal ganz verzichtet und nur ein flaches Zeltdach auf die ebenfalls provisorisch wiederhergestellte Tambourgalerie des Vierungsturms gesetzt. Erst 1965–1975, in der zweiten Phase des Wiederaufbaus, wurde der Trikonchos samt Vierungsturm in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Am 21.09.1975 wurde der Ostchor samt der bis heute bestehenden, von Pfarrer Theodor Schnitzler initiierten und vom Kölner Bildhauer Sepp Hürten geschaffenen liturgischen Altarraumausstattung geweiht.

Wiederherstellung der Westbaus und der Krypta

War der Wiederaufbau St. Apostelns im Äußeren vom unmittelbaren Vorkriegszustand her bestimmt, so orientierte sich Willi Weyres bei Wiederherstellung des Inneren an der Raumgestalt vor Aufgabe des Westchors 1643/44. Das hieß: Die damals zur Umgestaltung der ehemaligen Chorturmhalle in eine westliche Eingangshalle eingebrochene doppelbogige Portalöffnung ließ er wieder vermauern.

Die ebenfalls 1643/44 abgetragene und verschuttete Westkrypta wurde 1955/56 freigelegt und unter Verwendung weniger Originalteile rekonstruiert. Außergewöhnlich an der kreuzgratgewölbten Hallenkrypta ist das mittelachsiale Stützensystem. Bei Ausgrabungen fanden sich die Basen dieses im engen Wechsel von drei Säulen gegenüber zwei Pfeilern gestellten Systems.

Der Einblick in die westliche Chorturmhalle ist leider durch die Orgel verstellt und damit die von Weyres beabsichtigte Wiederherstellung des frühromanischen Raumeindrucks erheblich beeinträchtigt. Von Weyres und aus der ersten Wiederaufbauphase stammt auch die qualitätvolle Verglasung des gesamten Kirchenraums.