Als ehemaliger Klosterbau besaß St. Andreas einst einen Kreuzgang und Wohngebäude der Kanoniker, die sich westlich der Kirche befanden. Die heutige Vorhalle, durch die St. Andreas betreten wird, war Teil des östlichen Arms des ehemaligen Kreuzganges. Sowohl der Kreuzgang als auch die Stiftsgebäude wurden 1843 abgebrochen. Die heutige Westfassade geht zum größten Teil auf die Rekonstruktion des 19. Jh. zurück.
Die Fassade ist horizontal in drei Achsen aufgeteilt und erstreckt sich über drei Geschosse, wobei der mittlere Teil hervortritt. Gegliedert werden die einzelnen Geschosse durch Rundbögen und Lisenen. Als besonderes Gestaltungsmittel im Innern der staufischen Vorhalle sind die zackenförmigen Gurtbögen zu nennen, die die gegenüberstehenden Säulen miteinander verbinden. Die Form der Bögen findet sich in Deutschland nur äußerst selten und geht auf islamische Vorbilder zurück.
An die Vorhalle schließt sich das Langhaus an. Als Basilika besitzt St. Andreas ein hohes Mittelschiff mit zwei niedrigeren Seitenschiffen. Besonders eindrucksvoll ist die Bauzier des Langhauses: über den kreuzförmig angelegten und mit Halbsäulen versehenen Pfeilern verlaufen kunstvolle Ranken- und Palmettenfriese. Zudem hervorzuheben sind die Adlerkapitelle und die Schlusssteine in Form von hängenden Kugelfrüchten.
Das Langhaus zeichnet sich zudem durch die Kapellen aus, die um 1300 angebaut wurden. Vermutlich durch zahlreiche Altarstiftungen angeregt, wurden die Außenwände der Seitenschiffe aufgebrochen und um sechs quadratische Räume erweitert. Die westliche Kapelle der Südseite ist im Gegensatz zu den anderen Kapellen zweijochig und damit doppelt so groß. Sie diente ursprünglich als Grablege für den Stiftsdechant Hermann Keutenbreuer.







