Zwischen 1180 und 1188 wurde der ehemalige Chor im Westen der Georgskirche niedergelegt und ein massiver quadratischer Neubau mit 3,50 m starken Mauern begonnen, der sich über die gesamte Breite des Langhauses erstreckte.
Offensichtlich plante man einen massiven Westturm, der jedoch nicht vollendet wurde. Er erhielt vielmehr nur einen Holzaufbau mit kleinen Fenstern und einfachem Dach, der bis in das 17. Jh. bestand. Später setzte man dem Turm eine geschweifte Haube mit Zwiebeldach auf, heute besteht ein einfaches Walmdach.
Im Innern ist die Wand stark gegliedert. Horizontal verlaufende Gesimse trennen zwei Geschosse. Die Wände des Untergeschosses sind in drei Abschnitte unterteilt und haben gestaffelte Bogenstellungen und tiefe Muldennischen, die von Säulen gerahmt werden. Im Obergeschoss trennt ein Laufgang die Außenwand von einer großen Bogenöffnung mit jeweils rechts und links davon zwei Doppelarkaden.
Die den Säulen werden von qualitätvoll gearbeitete Kapitellen mit Laub- und Rankenwerk sowie Fabeltieren Vögeln und Menschengestalten bekrönt. Sie finden sich vergleichsweise auch an anderen Kirchen des Rheinlands.





