In ihrer Substanz schwer beschädigt, ragte die Basilika St. Gereon am Ende des Zweiten Weltkrieges inmitten der Trümmer ihres Umfeldes heraus. Die Architekten des Wiederaufbaus waren sich zu Beginn nicht sicher, ob das Dekagon überhaupt zu retten sei. Dieser zentrale Bauteil hatte die größten Schäden im Krieg davongetragen.
Die erste Fliegerbombe traf das Dekagon auf der Südseite oberhalb der Taufkapelle in Höhe des oberen Fenstergadens. Wirkte der Schaden äußerlich betrachtet noch recht harmlos, so hatte er große Auswirkungen auf den getroffenen Pfeiler und wirkte sich negativ auf die Gesamtstabilität des Zentralbaus aus. Nach Treffern durch Brandbomben 1942 zerstörte ein drei Tage währendes Feuer das Dekagon. Eine Sprengbombe zerschlug 1944 die beiden nordwestlichen Konchen mit dem dazwischenliegenden Strebepfeiler und hinterließ eine über 10 m breiten offenen Spalt vom Gewölbe bis hinunter zum Fundament.
Diesen nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruierten nordwestlichen Strebepfeiler bekrönt heute eine Taube, die einen Ölzweig im Schnabel hat. Sie wurde vom Künstler Theo Heiermann gefertigt und steht symbolisch für Hoffnung und Frieden.