Die Baugeschichte von St. Maria im Kapitol ist ohne einen Blick in die Römerzeit nicht zu verstehen. Ihre Colonia platzierten die Römer mit Bedacht auf einer Anhöhe.
Die römische Stadt endete nach Osten direkt hinter der heutigen Kirche am Lichhof, dem östlichen Vorplatz der Kirche („Lich“ von Leichen, weil hier der Friedhof des Klosters lag). Direkt dahinter verlief damals ein Rheinarm, der bald verlandete. Der gewaltige Kapitolstempel mit einer Grundfläche von 30 x 32 m und einer Säulenhöhe von 15 m überragte die Stadtmauer. Nachdem der Tempel schon im 8. Jh. zu einer christlichen Stiftskirche umgewidmet worden war, wurden diese Maße für das Langhaus und die beiden Seitenschiffe des romanischen Neubaus im 11. Jh. übernommen, als der Kleeblattchor angebaut wurde.







