Der heutige Hochchor von St. Severin ist zu Beginn des 13. Jh. entstanden. Ein Vorgängerchor aus dem 11. Jh. wurde niedergelegt, nach Osten in spätromanischen Formen erweitert und zwei Chorflankentürme angefügt, so dass die Kirche zusammen mit dem großen Westturm eine Dreiturmsilhouette auszeichnet.
Der Chorabschluss im Osten ist außen eckig, im Innern halbrund als sog. Kölner Etagenchor gestaltet. Ein Gesims trennt zwei Geschosse; im oberen ist die Wand zweischalig ausgeführt, d. h. mit einem Laufgang und vorangestellten Säulenbündeln versehen. Das untere Geschoss wird durch Nischen und Wandvorlagen gegliedert. Die großen Fenster und an verschiedenen Stellen auftauchende Spitzbögen deuten bereits auf den kommenden gotischen Baustil hin, was auch das Datum der Chorvollendung 1237 verdeutlicht – der Chor entstand elf Jahre vor Baubeginn (1248) der gotischen Kathedrale in Köln schlechthin: der Kölner Dom.




